Sag mir, wo der Blümel blüht

von Lukas Pusch

Am 28. September luden die Oppositionsparteien SPÖ, NEOS und Liste Pilz zu einer außerordentlichen parlamentarischen Sitzung des Kulturausschusses. Zuvor kritisierten ihre Kultursprecher Thomas Drozda, Sepp Schellhorn und Wolfgang Zinggl in einer gemeinsamen Pressekonferenz den „kulturpolitischen Stillstand und den Umstand, dass bisher noch kein einziger der 48 Regierungsprogrammpunkte zu Kunst und Kultur vollständig umgesetzt wurde“. Die aktuelle ÖVP/FPÖ-Regierung habe offenbar „kein Interesse an Kunst und Kultur“. Dies zeige sich auch im „Boykott des parlamentarischen Kulturausschusses“ durch Kulturminister Blümel und die Abgeordneten der Regierungsfraktion.

Fachausschüsse des Parlaments, zu denen auch der Kulturausschuss zählt, sind wichtige Instrumentarien der parlamentarischen Arbeit und Demokratie. Sie sollen sicherstellen, dass fachkundige Abgeordnete im kleinen Kreis über Sachfragen diskutieren können. Dadurch können z.B. Gesetzesvorlagen, bereits bevor sie im Nationalrat beschlossen werden sollen, von den Ausschussmitgliedern der jeweiligen Fraktionen in einer sachlichen Atmosphäre auf inhaltliche und formale Schwächen überprüft werden.

Das Zitat stammt aus der hervorragenden Gustav Klimt Jubiläumsausstellung im Leopold Museum. Die von Hans-Peter Wipplinger und Sandra Tretter kuratierte Schau läuft noch bis 4. November.

Die Kritik von Gustav Klimt ist heute noch genauso aktuell wie vor 113 Jahren. Der Wandtext stammt aus der hervorragenden Gustav Klimt Jubiläumsausstellung im Leopold Museum. Die von Hans-Peter Wipplinger und Sandra Tretter kuratierte Schau läuft noch bis 4. November 2018.

 

Zu den Beratungen können auch außenstehende Experten und Expertinnen eingeladen werden. Bei dem gestrigen Kulturausschuss wurden daher Ex-MUMOK Direktor Edelbert Köb, die UNESCO-Generalsekretärin Gabriele Eschig als auch ich um eine kurze Expertise zu unterschiedlichen Themenbereichen gebeten. Mein Gebiet war die dringend zu reformierende Kunst- und Kulturförderung. Ich begann meinen Vortrag mit einem hochaktuellen Zitat:

„Genug der Zensur. Ich greife zur Selbsthilfe. Ich will loskommen. Ich will aus allen diesen meine Arbeit aufhaltenden Lächerlichkeiten zur Freiheit zurück. Ich lehne jede staatliche Hilfe ab, ich verzichte auf alles. […] Die Hauptsache ist, ich will Front machen gegen die Art, wie im österreichischen Staate, wie im Unterrichtsministerium Kunstangelegenheiten behandelt und erledigt werden. Es geht bei jeder Gelegenheit gegen echte Kunst und gegen echte Künstler los. Protegiert wird immer nur das Schwache, das Falsche.“

Dann fragte ich die Parlamentsabgeordneten, ob sie wüssten, von wem und von wann dieses Zitat sei. Es folgte lustiges Rätselraten. Namen wollte keiner nennen. Die Kunstaffinen tippten auf die späten 1980er Jahre, andere meinten, nein, dies müsse jüngeren Datums sein und für die politisch Korrekten unter den anwesenden Mitgliedern der Kulturkommission war klar, dass dies ein aktuelles Statement zur Schwarz/Blauen Regierung sei.

Als ich meinte, dass dieses Zitat von Gustav Klimt aus dem Jahre 1905 stammte, war die Verblüffung groß. An der kunstfeindlichen österreichischen Kulturpolitik hat sich, bis auf die Binnen-I Schreibung, wenig verändert. Klimts Forderungen sind heute so aktuell und unerfüllt wie vor 113 Jahren. Erst als sich Klimt von der staatlichen Alimentierung lossagte, wurde er der Klimt, den wir heute kennen und bewundern. Klimt schuf seine genialsten Meisterwerke nicht durch den Staat, sondern maximal trotz und vor allem gegen den Staat.

Der Antist ist die einzige nicht subventionierte Kunstzeitschrift Österreichs. In einer außerordentlichen parlamentarischen Sitzung des Kulturausschusses wurde Antist-Herausgeber Lukas Pusch jetzt um seine Expertise zur österreichischen Kunst- und Kulturförderung gebeten.

Der Antist ist die einzige nicht subventionierte Kunstzeitschrift Österreichs. In einer außerordentlichen parlamentarischen Sitzung des Kulturausschusses wurde Antist-Herausgeber Lukas Pusch jetzt um seine Expertise zur Reform der österreichischen Kunst- und Kulturförderung gebeten.

Dasselbe gilt für die wichtigste österreichische Kunstströmung nach 1945 – den Wiener Aktionismus. Der Wiener Aktionismus wurde zu seiner Zeit nicht nur nicht gefördert, sondern im Gegenteil polizeilich und strafrechtlich verfolgt. Erst durch die Initiativen von Museumsdirektoren wie Edelbert Köb oder Peter Noever fanden die Werke des Wiener Aktionismus, Jahrzehnte nach ihrem Entstehen, Einzug in die wichtigen Museen des Landes. Davor verdankten die Wiener Aktionisten ihr Überleben einzig und allein dem Engagement von Nonkonformisten wie dem Kunsthändler und Galeristen Kurt Kalb, der für eine Ausstellung des Wiener Aktionismus sogar verhaftet und zu einem Monat schweren Kerker verurteilt wurde. Oder dem deutschen Verleger und Buchhändler Walther König, der dem in Österreich per Haftbefehl gesuchten Günter Brus, privaten Unterschlupf gewährte und ihn und seine Familie mit einem monatlichen Taschengeld von 1000 D-Mark vor der völligen Verelendung rettete.

Weder Kurt Kalb noch Walther König, geschweige denn die Wiener Aktionisten wären auf die Idee gekommen, einen Förderantrag zu stellen. Sie waren überzeugt von der künstlerischen Qualität des Werks. Die einzig sinnvolle Kunstförderung des Staates kann nur in der Förderung dieses privaten Engagements bestehen. Dieses private Engagement unterstützt man durch sehr einfache Maßnahmen wie einer Reduktion der Mehrwertsteuer oder der steuerlichen Absetzbarkeit von Kunst. Die bisherige Förderpolitik bestand in der schlichten Erhöhung oder Kürzung der jeweiligen Subventionstöpfe, der Ausgestaltung von Förderanträgen (aktuell beträgt ein Förderantrag des Bundes acht DIN A4 Seiten) und der Besetzung irgendwelcher Kommissionen. Dies führte aber lediglich zu einer Förderung der Bürokratie und einer lähmenden, ängstlichen Stille im Kunstbetrieb selbst. Aber es geht auch anders. Die schlichte Tatsache, dass Österreich die Mehrwertsteuer auf Kunst weniger stark erhöhte als Deutschland, führte dazu, dass in den letzten zwei Jahren namhafte Berliner Galerien Zweigstellen in Wien eröffneten oder sich zur Gänze hier ansiedelten. Dieser – nicht geplante – Nebeneffekt einer einzigen steuerlichen Maßnahme war eine bessere Förderung des Kunst- und Kulturstandortes Österreich als sämtliche Subventionsprogramme der letzten Jahre.

Der Kulturausschuss des Nationalrats wäre der Ort, an dem über alle Parteigrenzen hinweg und unter Einbeziehung von außenstehenden Experten, eine tragfähige und nachhaltige kulturpolitische Weichenstellung diskutiert werden könnte.

Der Kulturausschuss des Nationalrats wäre der Ort, an dem über alle Parteigrenzen hinweg und unter Einbeziehung von außenstehenden Experten, eine tragfähige und nachhaltige kulturpolitische Weichenstellung diskutiert werden könnte.

Kulturminister Blümel geht häufig zu Vernissagen, besucht Theaterfestivals oder philosophiert im Fernsehen über Bruegels Turmbau zu Babel.
Das ist erfreulich, aber verändert nichts.
Die Kritik von Gustav Klimt ist heute noch genauso aktuell wie vor 113 Jahren.
Geht es wieder nur um das parteipolitische Um- bzw. Einfärben verschiedener Institutionen und das Verschieben von Fördergeldern aus einem Topf in den anderen? Oder will man eine grundlegende Reform der Kunstförderung, in der die Kunst und nicht die Kunstbürokratie im Mittelpunkt aller Überlegungen steht?
Der Kulturausschuss des Nationalrats wäre der Ort, an dem über alle Parteigrenzen hinweg und unter Einbeziehung von außenstehenden Experten, eine tragfähige und nachhaltige kulturpolitische Weichenstellung diskutiert werden könnte.
Die Arbeitsverweigerung stimmt nachdenklich.
Sagt mir, wo der Blümel blüht.
Wo ist er geblieben?

Überfall auf Kunstausstellung in Moskau

Einer der Angreifer mit einem mit Farbe überschütteten Bild des Künstlers Vasiliy Slonov.

Einer der Angreifer hält ein mit Farbe überschüttetes Gemälde des Künstlers Vasiliy Slonov und beschimpft Ausstellungsbesucher

Moskau, 12. September. Eine Gruppe religiöser Extremisten hat heute die Galerie 11-12 in Moskau überfallen und Putin-kritische Bilder und Kunstwerke des bekannten sibirischen Künstlers Vasiliy Slonov entwendet und zerstört. Einer der Attentäter gab sich sogar als Journalist aus. Der Überfall ereignete sich am hellen Tag. Die Täter fühlten sich offensichtlich sehr sicher da sie ihren Überfall selbst filmten und anwesende Ausstellungsbesucher wüst beschimpften und bespuckten. Der Leiter der Galerie 11-12, Alex Sharov, schreibt auf Facebook, dass die Polizei keinerlei Anstalten zeigte einzuschreiten. Vasiliy Slonov, der für seine kritischen und humorvollen Arbeiten bekannt ist, gehört zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern Russlands. Der Überfall auf seine Ausstellung reiht sich ein in eine lange Serie von Überfällen auf kritische Kunstausstellungen und Künstler durch staatliche und religiöse Fanatiker. In den letzten Jahren erleben wir eine drastische Verschärfung des kulturellen Klimas in Russland. 2012 wurde die Verletzung religöser Gefühle unter Strafe gestellt. Seither drohen Gotteslästerern Haftstrafen von bis zu drei Jahren und bis zu fünf Jahren für die Beschädigung von Heiligtümern.

Друзья! Максимальный репост!!! У нас в галерее 11.12, на Винзаводе, разгромили и облили краской произведения с выставки Васи Слонова. Полиция бездействует. Произведения сняли со стены и вынесли из галереи.

Gepostet von Alex Sharov am Mittwoch, 12. September 2018

Gepostet von Aidan Salakhova am Mittwoch, 12. September 2018

Frühling in Sibirien

"Севернее Кореи – Nördlicheres Korea" war die Losung auf dem Frontbanner der MONSTRATION 2018

5000 Monstranten marschierten am 1. Mai hinter dem Frontbanner „Севернее Кореи – Nördlicher als (Nord)Korea“ durch die sibirische Hauptstadt Novosibirsk.                                                      (Fotos: Ivanov)

Am 1. Mai fand in Novosibirsk die traditionelle MONSTRATION statt. MONSTRATIONEN sind dadaistische Happenings im Grenzbereich von politischem Aktivismus und Kunstperformance.
Rund 5000 Menschen marschierten in selbst gebastelten Kostümen durch die Straßen der sibirischen Millionenmetropole. „Ich will ins Fernsehen“, skandierten sie, „Was wollen sie nicht verstehen?“, „Der Kosmos wartet auf uns“ oder „New Tahiti!“.


Die vordergründig unpolitischen, absurd anmutenden Monstrationen finden bei der Bevölkerung zunehmenden Anklang, desavouieren aber alle offiziellen Kundgebungen – sehr zum Ärger des politischen Establishments. Konflikte sind vorprogrammiert.
Artem Loskutov, einer der Organisatoren und Mitbegründer der MONSTRATIONEN, wird immer wieder verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. 2009 drohte Loskutov sogar mehrjährige Lagerhaft.

Lagebesprechung im Atelier von KOnstantin Skotnikov

Lagebesprechung im Atelier von Konstantin Skotnikov in Novosibirsk

 

Artem Loskutov und Lukas Pusch entwerfen das Frontbanner der 15. Monstration

Artem Loskutov und Lukas Pusch entwerfen das Frontbanner der 15. Monstration

Damals wurde er während der Ausstellung „pLAN zUr MONSTrATIoN“ in der von Lukas Pusch und Konstantin Skotnikov gegründeten WHITE CUBE GALLERY NOVOSIBIRSK verhaftet. Nach längeren Verhören behauptete die Polizei, sie hätte in seinem Rucksack Rauschgift gefunden. Erst auf Grund der Unterstützung einer breiten Solidaritätsbewegung, einigen Monaten in Untersuchungshaft und einer saftigen Verwaltungsstrafe kam der damals Zwanzigjährige letztlich wieder frei. Das harte Vorgehen der Polizei tat der wachsenden Popularität der MONSTRATIONEN keinen Abbruch. Im Gegenteil. Dieses Jahr wurde am 1. Mai bereits in zweiundzwanzig russischen Städten „monstriert“ – von Wladiwostok bis Moskau und St. Petersburg. MONSTRATIONEN gelten mittlerweile als eine sibirische Tradition, wie die lokale Kulturministerin Anna Tereshkowa in einem Interview für das Dokumentar- und Kunstfilmprojekt NEUES TAHITI von Lukas Pusch betont. Die bekannte Förderin kritischer russischer Gegenwartskunst bemüht sich seit ihrem Amtsantritt intensiv um ein besseres Klima zwischen Stadtverwaltung und MONSTRANTEN.

"Ne таитe Taiti – Versteckt Tahiti nicht",,, Das Banner der 15. Monstration wird fertig gestellt...

„Не таитe Таити – Versteckt Tahiti nicht!“ und „Севернее Кореи – Nördlicher als (Nord)Korea“, Artem Loskutov und Lukas Pusch als Plakatmaler im Atelier von Konstantin Skotnikov

Die erste MONSTRATION im Jahr 2004 war Vorbote einer größeren, später, in den 2010er Jahren, das ganze Land erfassenden Protestbewegung, die in Künstlergruppen wie „Woina“ und „Pussy Riot“, den Aktionen Pjotr Pawlenskis oder den Reportagezeichnungen Viktoria Lomaskos ihren ästhetischen Ausdruck fand. Eine Bewegung in dieser Form gibt es heute zwar nicht mehr, die MONSTRATIONEN aber sind geblieben.
 Sie haben ein Eigenleben entwickelt, sind Teil der kulturpolitischen Auseinandersetzung zwischen einer fortschrittlichen Künstlerschaft und dem autoritär geprägten russischen Staat geworden. Einer Auseinandersetzung, in der es um nichts Geringeres als die Freiheit der Kunst geht.

Die MONSTRATIONEN haben für’s erste gewonnen: sie haben dem Staat ein kleines Stück Freiheit abgetrotzt.
Zumindest hier, in Sibirien.
Vielleicht sind sie wieder die Vorboten einer neuen Entwicklung.
Freilich, Moskau ist weit weg.
In den letzten Tagen hat es hier nur leicht geschneit.
Es ist Frühling in Sibirien.

 

Am Ende der Monstration begutachten KOnstantin Skotnikov, Artem Loskutov, Lukas Pusch und Konstantin Eromenko die gesammelten Plakate und führen sie zur Ausstellung "Post

Nach der MONSTRATION werden die gesammelten Plakate zur Ausstellung „POSTPLAKAT“ gebracht

 

 

 

Все на Монстрацию! Celebrate MONSTRATION! Heraus zur MONSTRATION!

Lukas Pusch und Konstantin Skotnikov trainieren schon für die MONSTRATION am 1. Mai

Lukas Pusch und Konstantin Skotnikov trainieren schon für die MONSTRATION am 1. Mai

Der ANTIST beteiligt sich an der 15. MONSTRATION am 1. Mai in Novosibirsk!
Unterstützt den radikalen Tahiti-Block!
Absurde Losungen in absurden Zeiten.
Monstranten aller Länder vereinigt Euch!
HURRA!

Wann: 1. Mai 2018, 12.00 Uhr
Wo: Metro Krasnij Prospekt, Novosibirsk
Die MONSTRATION auf Facebook

Vorzugsausgabe Heft Nr. 4

jede Vorzugsausgabe enthält folgende Arbeiten:

O.T. (Pudelmützenburka) Daniel Chluba, Wien 2017

O.T. (Pudelmützenburka), Fine Art Pigmentdruck, Daniel Chluba, Wien 2017

 

O.T., Schellack auf Karton, Stefan Glettler, 2017

O.T., Schellack auf Karton, Stefan Glettler, 2017

 

Beast of the Southern Wilde

Beast of the Southern Wilde, Fine Art Print, Sophia Süßmilch

 

Lukas Pusch liest Wer die Kunst liebt, muss den Staat hassen, Tonaufnahme, 2017

Lukas Pusch liest: Wer die Kunst liebt, muss den Staat hassen, Tonaufnahme, 2017

 

Dise Plakatzeitung mit der Fotodokumentation des Eröffnungshappenings der Ausstellung Non Government Art ist jedem Heft der 4. Ausgabe des Antist beigelegt

Eine Plakatzeitung mit der Fotodokumentation des Eröffnungshappenings der Ausstellung Non Government Art in der Galerie Knoll in Wien ist jedem Heft beigelegt

 

PET_1906

Sebastian Kurz, Kartoffeldruck by Leonid & Lukas Pusch, 2017

 

Antist_4_Cover

Jedes Cover ist ein nummerierter Originalsiebdruck.

Vorzugsausgabe Heft Nr. 3

jede Vorzugsausgabe enthält folgende Arbeiten:

Posterboy of Antikunst, Siebdruck und Ölkreide auf Papier, Tomak, 2017

Posterboy of Antikunst, Siebdruck und Ölkreide auf Papier, Tomak, 2017

 

O.T., Skalpellzeichnung, dreckiges Papier auf Karton, Filius de Lacroix, 2017

O.T.(Bea), Skalpellzeichnung, dreckiges Papier auf Karton, Filius de Lacroix, 2017

 

Der gute Zentaur mit dem Bart von Oerlinghausen, Daniel Chluba

Der gute Zentaur mit dem Bart von Oerlinghausen, Fine Art Print, Daniel Chluba, 2017

 

O.T., 8-seitiger Förderantrag des Bundeskanzleramtes zur Förderung des Antist in China, Tinte und Tusche auf Papier, Lukas Pusch, 2017

O.T.(7-seitiger Förderantrag des Bundeskanzleramtes zur Förderung des Antist in China), Tinte und Tusche auf Papier, Lukas Pusch, 2017

 

testetetet

O.T.(8-seitiger Förderantrag des Bundeskanzleramtes zur Förderung des Antist in China), Tinte und Tusche auf Papier, Lukas Pusch, 2017

 

Wir heilen die Kunst, kleiner Bildband zum gleichnamigen antistischen Theaterstück im Wiener Ateliertheater

Wir heilen die Kunst… das kleine Fotoheft zum gleichnamigen antistischen Theaterstück im Wiener Ateliertheater ist nur den Vorzugsausgaben beigelegt

 

PET_1914

Donald J. Trump the New Leader of the Transatlantic Community of Values, Kartoffeldruck von Lukas Pusch und Tomak (in allen Ausgaben)

 

Jedes Cover ist eine mit Siebdruck überarbeitete Originalcollage unter Verwendung des Bildes von Rebecca Morgan

Jedes Cover ist eine mit Siebdruck überarbeitete Originalcollage unter Verwendung des Bildes von Rebecca Morgan (in allen Ausgaben)

12 Stundentag: ÖVP und FPÖ stehlen SPÖ Programm!

Kurz und Strache verkünden ihre Pläne zur Arbeitszeitflexibilisierung ohne Kern und seinen Plan A zu zitieren.

Kurz und Strache verkünden ihre Pläne zur Arbeitszeitflexibilisierung ohne Kern und seinen Plan A zu zitieren.

Wien. Gestern wurden von den Koalitionsverhandlern Sebastian Kurz (ÖVP) und HC Strache (FPÖ) die Pläne zur Flexibilisierung der Arbeitszeit verkündet. Dabei wurden die von Christian Kern (SPÖ) in seinem Plan A ausgearbeiteten Thesen fast 1:1 übernommen. Darin heißt es:„Bei Gleitzeit sollen zwölf Stunden tägliche Arbeitszeit möglich werden, jedoch nur, wenn als Ausgleich längere zusammenhängende Freizeitblöcke genommen werden können.“

SPÖ Vorsitzender Christian Kern zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung in seinem Plan A

SPÖ Vorsitzender Christian Kern zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung in seinem Plan A

Jetzt sind SPÖ und Gewerkschaft  verärgert. Verständlich:  Zitieren ohne Angabe von Quellen und Autoren gehört sich nicht!  Für kommende Woche sind bereits erste Demonstrationen angekündigt.
Auch der Antist protestiert!
Und fordert Kurz & Strache auf, in der Regierungserklärung korrekt aus Christian Kerns Plan A zu zitieren. Ja zu geistigem Eigentum!
Nein zu Plagiaten und geistigem Diebstahl!
Ehre, wem Ehre gebührt!

 

Aрт-центр Камчатка

 Дорогие друзья, коллекционеры и любители искусства,

я вернулся из экспедиции по Камчатке.
Эта поездка была частью моей работы над циклом живописи Flora Sibirica.

Заголовок Flora Sibirica относится к одноименному произведению немецкого ботаника Иоганна Георга Гмелина, исследовавшего в 18-ом веке растительность Сибири. Основой для книги послужили  его записки 2-ой экспедиции по Камчатке, которая стартовала в 1733 и продолжалась 10 лет.

Art Center kamtschatka, Lukas Pusch, 2017

Aрт-центр Камчаткa, Лукас Пуш, 2017 г.

 

Тогда Гмелин прошёл пешком из Санкт-Петербурга до Камчатки и назад.
2-ая Камчатская экспедиция, в которой участвовали в общей сложности примерно 3000 человек,    относится до сих пор к самым большим научным предприятиям истории человечества и стоила примерно одну шестую часть тогдашнего российского государственного бюджета.
Камчатка – это полуостров на крайнем востоке Сибири.
На площади несколько большей площади Германии живут 380 000 человек,
больше половины из них в столице Петропавловск-Камчатский.
Дороги на материк нет, зато, 160, в большинстве своём все еще активных, вулканов высотой свыше 4000 м. До начала 1990-годов Камчатка была военной запретной зоной. Сегодня больше чем половина территории находится под охраной государства и посещение возможно только по особому разрешению.
Нашей немецко-русско-киргизской экспедицией руководил доктор Борис Большаков (Институт экологии, Петропавловск-Камчатский) и доктор Штефан Флехтнер (Institute of Ecology and Regional Studies, Бишкек).
Мой друг, профессор ботаники Ханс Д. Кнапп из Рюген был тоже в нашей исследовательской группе. Мы познакомились в 2009 в Кош-Агачe, у русско-монгольской границы. Тогда я организовывал передвижные выставки в White Cube Gallery Новосибирск, смонтированном на кузове советского грузовика ЗИЛ 130.
Тогда начался мой поиск нового Таити.
Нового Таити в духе Поля Гогена. Нового Таити, как метафоры романтического аспекта модерна после неудачи футуризма.
В этом году я отправился в путь пешком с группой из 10 человек и с перестроенным   вездеходом-грузовиком КАМАЗ. Один месяц под открытым небом в захватывающем дух первозданном пейзаже Камчатки. Мы бродили по горной тундре и любовались флорой и фауной побережья Охотского моря.
В фокусе исследователей находились лекарственные растения,
которые использовали пранароды Камчатки, различные местные
растения и первые растения на вулканических полях пепла.
В конце экспедиции я основал Aрт-центр Камчатка.
На выставку по случаю открытия прибыли 10 000 комаров,
kамчатский бурый медведь со своими медвежатами,
2 белоплечих орла, 5 камчатских крабов,
восточно-сибирская ласка и кит.
Я искал Таити и нашёл Камчатку.
Дружба и с наилучшими пожеланиями
Лукас Пуш
Летом 2017 г.
PET_3776

Вулканы в аэропорту Петропавловск-Камчатский

 

PET_0520

Опять в пути… Дороги на Камчатке

 

PET_9338

Мертвый кит на берегу Охотского моря

Baer

Медведица-мать со своими медвежатами по пути в арт центр Камчатка

 

Flora_Werb2

Каталог Flora Sibirica